Cuba, Traum und Wirklichkeit

Cuba ist Traum und Wirklichkeit zugleich.

Alle träumten von Cuba,  in der Hoffnung, dort ein Paradies zu finden, schreibt Miguel Barnet in seinem Roman und als sie ankamen und die Augen öffneten, stellten sie fest, dass sie getäuscht worden waren.

Es waren Träume von der exotischen karibischen Insel mit ihrem nicht versiegenden Reichtum aus Zuckerrohr und Tabak.

Aber der Traum wurde zum Alptraum für die afrikanischen Sklaven, die unter sengender Sonne für diesen Reichtum schuften mussten  und auch für die große Mehrheit der spanischen Auswanderer.

Nur wenige sind wirklich auf Cuba reich geworden. Meist waren es Mafiosi, das ganze Land stand für sie als Einsatz auf dem Roulettetisch, rücksichtslos wurde es ausgebeutet.

1959 kam dann die kommunistische Revolution.
Eine Handvoll Rebellen fand sofort großen Rückhalt in der armen Bevölkerung und verjagte die Amerikaner und ihre Helfershelfer.
"Dein Beispiel lebt, Deine Ideen überdauern", so liest man es überall  auf den Plakaten mit dem Konterfei Che Guevarras.  Es mutet uns heute wie Durchhalteparolen an.

Ihren Besitz mussten die Vertriebenen zurücklassen, er wurde verstaatlicht,  am augenfälligsten sind noch die amerikanischen Luxuskarossen, die bis heute das Straßenbild der Insel prägen.
Die notwendigen Ersatzteile wurden danach nicht mehr aus den USA geliefert, sondern aus der Sowjetunion.

Kuba ist eine spannende Mischung aus Idealismus, morbidem Charme und heißen Rhythmen. Denn die kubanische Musik ist Rhythmus zum Überleben, ein Rausch wie klingender Rum.
Und es gibt natürlich auch das karibische Urlaubsparadies, mit weißen Stränden und warmen Meereswellen.

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Ein Bericht von Horst Schütze